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  • Jürgen Renner

Impfkampagne für Studierende: Wir lassen die Studierenden nicht alleine!



Mitte Juni wurde auf Initiative der SPD-Landtagsfraktion die Untersagung des Präsenzbetriebes an den saarländischen Hochschulen aufgehoben. Jetzt wird es eine gesonderte Impfkampagne für Studierende geben. Wir lassen die Studierenden nicht alleine! Die Impfkampagne ist eine entscheidende Voraussetzung für die weitgehende Rückkehr der Hochschulen zum Präsenzbetrieb.


Die saarländischen Hochschulen nutzen noch im laufenden Sommersemester die mit der Änderung der Corona-Verordnung verbundenen Möglichkeiten zur schrittweisen Rückkehr zum Präsenzbetrieb. Zusätzliche Präsenzangebote, die Ermöglichung von Lern- und Vernetzungstreffen der Studierenden und die Anpassung von Öffnungszeiten der Bibliotheken sind erste wichtige Schritte auf dem Weg zum Regelbetrieb. Die Hochschulen brauchen jedoch weitere Unterstützung durch die Landespolitik:


· Wenn zu Beginn des Vorlesungs – und Lehrbetriebes der volle Impfschutz für alle Studierenden gegeben sein soll, muss die Impfkampagne noch im Juli anlaufen.


· Die Impfkampagne muss sich auf alle an den saarländischen Hochschulen eingeschriebenen Studierenden erstrecken – auch auf jene, die ihren Wohnsitz (noch) nicht im Saarland haben. Wir dürfen keine bürokratischen Hemmnisse aufbauen. Derzeit beträgt die Wartezeit für einen Termin in Meldeangelegenheiten im Bürgeramt Saarbrücken z. B. vier Wochen.


· Die Impfangebote müssen ebenso für noch nicht geimpftes Lehrpersonal zur Verfügung stehen. An den Hochschulen begegnen sich täglich sehr viele Menschen, die noch dazu eine hohe Mobilität aufweisen (ÖPNV).


· Unter der Voraussetzung einer erfolgreich verlaufenden Impfkampagne für Studierende und Lehrende muss den Hochschulen die Möglichkeit eröffnet werden, die derzeit hohen Abstands- und Hygieneregeln anzupassen, um die vorhanden Raumkapazitäten -soweit dies unter Pandemiebedingungen verantwortbar ist- optimal nutzen zu können.


Für das Wintersemester muss die Maxime gelten: Präsenz, wo immer dies möglich ist. Die Studierenden müssen davon ausgehen können, dass Präsenzlehre mit hoher Priorität angeboten wird. Wissenschafts- und Gesundheitsministerium sind deshalb gefordert, in den nächsten Tagen in Kooperation mit den Hochschulen die Details der Impfstrategie für Studierende und Lehrende vorzustellen, um den Einstieg in den Präsenzbetrieb zum Wintersemester so gut wie möglich sicherzustellen. Die Zeit eilt!

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