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  • Jürgen Renner

Weitere Unterstützung der Kulturschaffenden erforderlich

Angesichts des zweiten Lockdowns aufgrund der Corona-Pandemie sind weitere weitere Unterstützungsprogramme des Landes für freischaffende Künstlerinnen und Künstler erforderlich. Deshalb ist nun die Landesregierung als Ganzes gefragt, die vom Kulturministerium bereits konzipierten Unterstützungsprogramme zu unterstützen.


Nach dem ersten Lockdown im März und April dieses Jahres sind die Kulturschaffenden erneut in besonderem Maße von den Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie betroffen. Und es ist derzeit nicht absehbar, wann die freischaffenden Künstlerinnen und Künstler wieder vor Publikum auftreten können.


Nach dem Auslaufen der ersten im April aufgelegten Soforthilfeprogramme von Bund und Land hatte das Kulturministerium im Sommer ein Stipendienprogramm aufgelegt, das die Lücke des Bundesprogramms schließen und den Kulturschaffenden die Möglichkeit eröffnen sollte, sich mit neuen Ideen auf die Zeit nach der Pandemie einzustellen. Ein durchschlagender Erfolg des Programms blieb allerdings versagt, da eine ergänzende Förderung durch Soforthilfen und Stipendienprogramm ausgeschlossen war.

Allerdings befinden wir uns nun im zweiten Lockdown und unsere saarländischen Künstlerinnen und Künstler brauchen jetzt weitere Unterstützung. Neun Monate nach Beginn der Pandemie sind die Künstlerinnen und Künstler erneut in einer äußerst ungewissen Situation. Trotz neu aufgelegter Bundesprogramme fallen viele durch das Förderungsraster oder erhalten Hilfe nur in sehr geringem Umfang.


Die SPD setzt in ihrem Vorschlag auf zwei Komponenten: Zum einen sollten wir - ähnlich dem ursprünglichen Stipendienprogramm - eine Konzeptionsförderung auflegen, die es Künstlerinnen und Künstlern ermöglicht, bereits jetzt an Projekten für die Zeit nach der Pandemie zu arbeiten. Allerdings ohne diese Förderung an erhaltene Unterstützung aus Soforthilfen zu koppeln. Als zweiten Bestandteil regen wir an, Hilfen so zu organisieren, dass sie auch strukturell wirken können. Denkbar wäre hier eine vom Land getragene Künstlerinnen- und Künstlergenossenschaft, durch die Freischaffende eine soziale Absicherung erhalten können, etwa durch den Bezug von Kurzarbeitergeld. Dies würde sicherstellen, dass Künstlerinnen und Künstler auch über die Dauer der Pandemie hinaus in Notfällen dauerhaft sozial abgesichert sind.


Voraussetzung für die Realisierung ist jedoch eine gemeinsame Verständigung der Landesregierung auf die Vorschläge des Kulturministeriums. Wir sollten den Weg freimachen für eine nachhaltig wirkende Unterstützung der von der Pandemie gebeutelten Künstlerinnen und Künstler.


Foto: J.R. (Das Foto entstand vor der Pandemie)


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